Auf den Scherben am Boden, hat sich bereits eine Staubschicht gebildet. Eine überstürzt verlassene Gedankenwelt liegt neben dir. Langsam verblassen die Farben der Erinnerung, aber die Wunde ist noch frisch. Noch blutet dein Herz, noch hast du Tränen um über das Vergangene zu trauern.
Neue Erlebnisse legen sich über alte Erfahrungen. Sie verhüllen den Eiter, der unter der Oberfläche weiter existiert. Und dort wird er immer gelber, immer giftiger. Mit großer Sorgfalt hast du ein Kartenhaus über die Scherben gebaut. Aber du kannst es nicht ewig vor Windböen schützen.
Irgendwann wird ein Windstoß kommen, der deine erbaute Zuflucht davonträgt und die Scherben wieder freilegt. Nach all der Zeit im Verborgenen, sind ihre Kanten nur noch schärfer geworden. Sie reisen mühelos die Oberflächlich verheilt Wunde auf. Ihre Antwort darauf ist gelber, stinkender Eiter des Vermissens...
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